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Spinat

Aktualisiert am

Spinat in Verpackung

Viele unterschätzen Spinat, dabei gehört er zu den Zutaten, die ein Gericht sofort besser machen, wenn man weiß, wie man ihn behandelt. Frischer Blattspinat bringt Leichtigkeit und Frische auf den Teller, Tiefkühlspinat ist praktisch und hat das ganze Jahr gleichbleibende Qualität. Hier zeige ich dir, worauf ich in meiner Küche achte, und meine liebsten Spinat-Rezepte.

Spinatsorten und Einkauf

Spinat einkaufen: Blattspinat, Baby-Spinat, Wurzelspinat

Blattspinat besteht aus einzelnen, zarten Blättern, Wurzelspinat wird als ganze Rosette mit Stielansatz geschnitten und braucht mehr Putzarbeit. Junger Blattspinat, auch Baby-Spinat genannt, schmeckt mild und leicht nussig und eignet sich hervorragend roh als Salat. Frische erkennst du an tiefgrünen, knackigen Blättern und einem angenehm erdigen Duft, welke oder gelbe Blätter lässt du liegen. Tiefkühlspinat ist die schlaue Alternative, wenn es schnell gehen soll, er schmeckt neutraler und braucht deshalb etwas mehr Würze.

Kraftvolle Blätter statt schlaffer Ware

Blattspinat kaufe ich möglichst frisch, die Blätter sollen kraftvoll und grün sein, sie schmecken besser als schlaffe Ware. Verpackter, frischer Blattspinat ist häufig in Chlorwasser gewaschen, damit er länger haltbar ist. Auch ihn wasche ich deshalb zu Hause mehrmals in kaltem Wasser.

Frisch oder tiefgekühlt

Frischer Blattspinat hat mehr Aroma und eine bessere Konsistenz, im fertigen Gericht sieht er deutlich grüner und appetitlicher aus. Seine Blätter behalten Form und Biss, während tiefgekühlter Spinat eher als grüne Masse in der Sauce verteilt ist. Wenn ich Tiefkühlspinat nehme, dann Blattspinat ohne Sahne, so steuere ich die Cremigkeit selbst über die Sauce. Ihn taue ich vorher auf und drücke ihn gut aus, sonst wird zum Beispiel ein Risotto wässrig.

Lagerung und Haltbarkeit

Frischer Spinat: feucht einschlagen, schnell verbrauchen

Frischer Spinat welkt schnell. Am besten lagerst du ihn im Gemüsefach des Kühlschranks, locker in ein feuchtes Küchentuch gewickelt, und verarbeitest ihn innerhalb von etwa zwei Tagen.

Einfrieren und Reste

Schaffe ich frischen Spinat nicht rechtzeitig, blanchiere ich ihn kurz, schrecke ihn in Eiswasser ab, lasse ihn gut abtropfen und friere ihn portionsweise ein. Tiefkühlspinat taue ich nicht bei Zimmertemperatur auf, sondern gare ihn direkt aus dem Gefrierfach oder lasse ihn im Kühlschrank auftauen. Reste von gegartem Spinat kühle ich rasch ab, stelle sie abgedeckt in den Kühlschrank und wärme sie nur einmal auf.

Saison

Saison
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Frischer Spinat aus deutschem Anbau kommt ab März auf den Markt. Geerntet wird in zwei Zeiten: der zarte Frühjahrsspinat von März bis Mai, der Herbstspinat von September bis November.

Vorbereiten: waschen, putzen, trocknen

Spinat ist eine salatähnliche Pflanze, deshalb behandle ich ihn auch wie Salat: gründlich waschen, putzen und je nach Zubereitung trocknen. Frischer Spinat ist oft sandig, und kein Sandkorn soll auf den Teller kommen.

Spinat putzen und garen: Waschen, Blanchieren, Zusammenfallen

Frischer Blattspinat braucht immer einen gründlichen Waschgang: Gib die Blätter in eine große Schüssel mit kaltem Wasser und bewege sie sanft, Sand und Erde sinken nach unten. Wiederhole das mindestens zweimal und lass die Blätter dann abtropfen oder schleudere sie vorsichtig trocken, nasser Spinat verwässert das Gericht. In der heißen Pfanne fällt Spinat stark zusammen, nach zwei bis drei Minuten ist er fertig, länger garen kostet Farbe, Aroma und Biss. Alternativ kannst du ihn kurz in kochendem Salzwasser blanchieren und eiskalt abschrecken, so bleibt die grüne Farbe erhalten. Gewürzt wird erst am Ende, wer früh salzt, zieht dem Spinat Wasser und er wird wässrig statt cremig.

Stiele dran oder weg

Ob du die Stiele entfernst oder dran lässt, ist Geschmacksache. Für mehr Biss lasse ich die Blattstiele gern dran, bei älterem Spinat mit dicken Stielen schneide ich diese weg. Unschöne Blätter sortiere ich beim Putzen aus.

Für Knödel: richtig trocken

Bei Spinatknödeln lag es fast immer daran, dass der Spinat nicht trocken genug oder die Masse zu weich war. Aufgetauten Spinat drücke ich deshalb zuerst im Sieb aus, gebe ihn dann in ein sauberes Küchentuch und presse ihn durch kräftiges Verdrehen vollständig aus. Frischen Spinat blanchiere ich kurz, schrecke ihn ab, trockne ihn und schneide ihn dann fein.

Garen: kurz, damit er grün bleibt

Blattspinat als Beilage

Als Beilage schwitze ich gelbe Zwiebel und etwas Knoblauch in Butter oder Ghee an, gebe den gut getrockneten Spinat dazu und lasse ihn nur kurz zusammenfallen. Frischer Blattspinat braucht dafür nur etwa 1 bis 2 Minuten. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer, Muskat und einer Prise Cayenne.

Grün statt grau

Langes Kochen zerstört die leuchtend grüne Farbe und macht den Spinat grau. Deshalb kommt er bei mir immer zuletzt dazu: Im Risotto erst ganz zum Schluss, und das Risotto koche ich nie mit Deckel. Im Kürbisrisotto reichen 3 bis 4 Minuten vor Ende der Garzeit. In der Spinatsuppe gebe ich den Spinat erst kurz vor dem Servieren dazu und erhitze die Suppe nur sanft. In der Sahnesauce für Gnocci hebe ich die frisch geputzten Blätter unter und lasse sie nur kurz zusammenfallen.

Getrennt garen, dann zusammenbringen

Beim Palak Paneer wird Spinat grau, wenn er zu lange gekocht oder direkt mit der Sauce vermischt wird. Ich koche den jungen Spinat deshalb kurz in Salzwasser, püriere ihn sofort mit dem Stabmixer und gebe ihn erst dann zur fertigen Sauce. So bleibt er frisch grün, und es entsteht keine graue Suppe.

Rahmspinat selbst gemacht

Für Rahmspinat aus frischen Blättern schwitze ich Schalote und Knoblauch an, gebe den Spinat dazu und lasse ihn bei hoher Hitze 2 bis 3 Minuten aufkochen, damit er schnell zusammenfällt und seine grüne Farbe behält. Dann kommt Sahne oder Sojasahne dazu, und der Rahmspinat kocht einmal kräftig auf. Gebunden wird mit etwas Speisestärke, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer und Muskat, danach wird gemixt. Selbst gemacht schmeckt er deutlich frischer als die Variante aus dem Tiefkühlfach. Für die cremige Variante als Unterlage für ein pochiertes Ei gebe ich vor dem Spinat einen Schuss Sahne in den Topf und lasse ihn einmal aufkochen.

Wofür ich Spinat nehme

Mein Blattspinat mit ganzen Blättern ist eine zarte Beilage für das ganze Jahr, besonders zu Fisch: Zum Fischfilet im Speckmantel brate ich frischen Blattspinat mit Schalotten und Pinienkernen und schmecke ihn mit Muskat, Zitrone und Butter ab. Wer die Blätter lieber cremig gemixt mag, nimmt den Rahmspinat. Spinat mit Spiegelei und Kartoffeln koche ich besonders gern am Gründonnerstag, ein pochiertes Ei auf Spinat ergänze ich im Frühjahr gern mit jungen Wildkräutern. Zu Gnocchi mit Gorgonzola fangen die Spinatblätter die kräftige Würze des Käses ein. Aus dem Alpenraum kommen die Spinatknödel, mit brauner Butter und Käse oder in klarer Brühe, und aus der indischen Küche das Palak Paneer, Spinat mit Frischkäse. Roh kommt junger Blattspinat bei mir mit Apfel und Thunfisch in den Salat.

Herkunft

Spinat stammt vermutlich aus Südwestasien und kam über Persien und die Araber nach Spanien. Im Mittelalter verbreitete er sich von dort in ganz Europa.

Häufige Fragen zu Spinat

Was passt zu Spinat?

Spinat passt zu Fisch wie Lachs, Zander oder Fischfilet im Speckmantel, zu Kalbsleber, zu Spiegelei oder pochiertem Ei und zu Kartoffeln, ob Salzkartoffeln in Butter geschwenkt, Bratkartoffeln oder Kartoffelpüree. Mit Gnocchi und einer Gorgonzola-Sahnesauce wird er zum Hauptgericht.

Wie bereite ich frischen Blattspinat zu?

Mehrmals in kaltem Wasser waschen, gut trocknen oder schleudern, dann in Butter oder Ghee mit Zwiebel und etwas Knoblauch nur kurz anschwitzen, bis er zusammenfällt. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und einer Prise Cayenne würzen.

Wie lange muss Spinat garen?

Nur kurz. Frischer Blattspinat fällt beim Anschwitzen in 1 bis 2 Minuten zusammen, als Rahmspinat koche ich ihn 2 bis 3 Minuten bei hoher Hitze auf. Länger garen kostet Farbe, Aroma und Biss.

Warum wird Spinat grau?

Weil er zu lange gegart wird. Ich gebe ihn deshalb erst zum Schluss ins Gericht, erhitze Suppen danach nur sanft und koche ein Spinatrisotto ohne Deckel. Wer ganz sicher gehen will, blanchiert ihn kurz in kochendem Salzwasser und schreckt ihn in Eiswasser ab, das fixiert die Farbe.

Kann ich Tiefkühlspinat nehmen?

Ja, er ist praktisch und schnell zur Hand, schmeckt aber neutraler und braucht etwas mehr Würze. Ich nehme Tiefkühl-Blattspinat ohne Sahne, taue ihn auf und drücke ihn gut aus, sonst wird das Gericht wässrig.

Wann würze ich Spinat?

Erst am Ende. Wer früh salzt, zieht dem Spinat Wasser, und er wird wässrig statt cremig. Klassisch würze ich mit Salz, Pfeffer, Muskat und einer Prise Cayenne.

Kann man Spinat roh essen?

Junger Blattspinat, auch Baby-Spinat genannt, schmeckt mild und leicht nussig und eignet sich hervorragend roh als Salat, zum Beispiel mit Apfel und Thunfisch.

Kann ich Spinat aufwärmen?

Ja. Ich kühle gegarten Spinat nach dem Essen rasch ab, stelle ihn abgedeckt in den Kühlschrank und wärme ihn am nächsten Tag nur einmal auf. Bei Zimmertemperatur lasse ich ihn nicht stehen.

Spinat als Beilage und Hauptrolle

Knödel, Gnocchi und mehr

Mein schneller Spinatsalat für zwischendurch

Spinatsalat

Spinatsalat

🕒 10 Minuten  ·  2 Portionen  ·  7 Zutaten  ·  2 Schritte

Zutaten

  • 200 g junger Blattspinat
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Apfelessig
  • 1 TL Zucker
  • Salz, Pfeffer
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 2 EL geröstete Mandelblättchen

Zubereitung

  1. Spinatblätter gründlich waschen, bei großen Blättern die Stiele entfernen, trocken schleudern.
  2. Marinade aus Zitronensaft, Apfelessig, Zucker, Salz und Pfeffer verrühren und mit Sonnenblumenöl ergänzen. Blätter darin marinieren und mit gerösteten Mandeln servieren.
Tipp vom Koch: Mandelblättchen in der Pfanne ohne Fett goldbraun rösten, das gibt dem Salat den nussigen Biss.

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